„Können wir dieses Jahr wieder zu „Ora“ fahren? - So heißt es bei uns seit Jahren, wenn die Kinder die Frage nach der Sommerferiengestaltung stellen. Und ja, wir waren vom 5. bis zum 13. August 2017 wieder mit dabei und es war toll.

Ora, das ist die Abkürzung von  „Ora et Labora“. Unter diesem - ursprünglich von den Benedektinermönchen stammenden -  Motto  „Bete und arbeite“ kommen seit über 20 Jahren Menschen auf die Neuerburg, um dort in ihren Ferien eben dies zu tun: gemeinsam zu beten und zu arbeiten. Ein mehrköpfiges Vorbereitungsteam des katholischen Verbandes ND (www.nd-netz.de) bereitete ab März die anstehenden Projekte vor, damit im Sommer die Materialien beschafft sind und die Genehmigungen vorliegen, wenn die bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland anreisen. Die jüngste war in diesem Jahr neun Jahre alt, der älteste über achtzig. Auch einige NeuerburgerInnen und KoxhauserInnen haben tageweise kräftig mit angefasst, herzlichen Dank dafür.

In allen Projektgruppen wurde Generationen übergreifend gewerkelt, gebaut und diskutiert. So wurden in diesem Jahr zahlreiche Fensterrahmen der Westseite abgeschliffen und neu gestrichen, Matratzenbezüge und Kissen fürs Balkenzimmer genäht, die alte Küchenzeile im Balkenzimmer ab- und eine neue Küche aufgebaut sowie im Dachgeschoss ein pflegeleichter Vinylboden verlegt. In einigen besonders engen Schlafräumen wurden die alten Schränke durch vierundzwanzig neugebaute Unterbett-Schubkästen ersetzt. Auch die alljährlichen Grünschnitt- und Elektroarbeiten und das Ausbessern des Zauns standen natürlich wieder auf dem Programm. Herzstück der diesjährigen Arbeiten war aber die Verlegung des Niedrigseilgartens auf den Bolzplatz. Hier wurde ausgeschachtet und Fundamente für die Pfosten betoniert, zahlreiche Podeste gezimmert und ein raffinierter Kletter- und Geschicklichkeitsparkur errichtet.

ora et labora
Foto: Martin Brunker. Weitere Bilder von der Ora et labora Woche finden Sie hier.

Diese "Labora-Einsätze" werden von den Morgen- und Abendgebeten gerahmt, zu denen die ganze Gruppe in der Burgkapelle zusammenkommt. Auch Lagerfeuer und abendliches Singen dürfen natürlich nicht fehlen und runden die intensive Zeit auf der Burg ab.

Voll Stolz konnten die fertigen Ergebnisse am Sonntag nach dem Gottesdienst von allen besichtigt werden - bevor es dann hieß „Sehen wir uns nächstes Jahr wieder bei „Ora“?

Der Dank des Arbeitskreises „Ora et Labora“ des ND geht neben den fleißigen Helferinnen und Helfern des ND, sowie Rita, Meike und Philip aus Koxhausen, auch an den Neuerburger Förderverein - insbesonderre an Herrn Willi Hermes, der wegen seines Aufenthaltes in der Reha leider nicht bei der diesjährigen Ora-Woche dabei sein konnte, für die Zuschüsse und für die Spende der Küche der Firma Thiex, Geichlingen, an Herrn Lothar Fallis für die Spende und Überlassung von Geräten, an Herrn Johannes Ambros für die Spende und handwerkliche Unterstützung- und natürlich an Familie Krump!

 

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