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Durch den historischen Luftkurort Neuerburg

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Dauer: ca. 1 Std. 45 Min. Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegebeschreibung:

 

Wir möchten mit der Wanderung auf dem Marktplatz beginnen. Dieser entstand nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1818. Auf diesem Marktplatz mit seinen schmalen aber schönen Seitengassen gibt es einiges zu sehen:

Die Mariensäule wurde 1932 von der Stadt zur 600-Jahrfeier der Stadtrechtsverleihung Neuerburgs errichtet. Die Gottesmutter ist die Schutzpatronin der Stadt. Der Marktbrunnen wurde von Bonifatius Stirnberg aus Aachen im Jahre 1982 geschaffen. Der Brunnen, mit seinen aus Bronze gegossenen beweglichen Figuren, symbolisiert das traditionelle Handwerk und Leben in dem geschichtsträchtigen Luftkurort Neuerburg.

Nun führt unsere Wanderung durch die Hospitalgasse (hinter dem Marktbrunnen). Der Straßenname erinnert an das ehemalige Krankenhaus, das am 23.12.1944 in der Rundstedt-Offensive durch Bomben zerstört wurde. An der Statue des St. Josef, die von der Stadt zum 100-jährigen Bestehen des Franziskaner-Ordens gestiftet wurde, vorbei führt uns der Weg hinauf zur Pfarrkirche St. Nikolaus.

Durch das alte Stadttor (seit 1826 Glockenturm) hindurch, kommt man in "den Burgfried". Hier befinden sich die Stationsbilder der Leidensgeschichte Jesu, die sogenannten "Fußfälle" am Treppenaufgang zur Kirche. Angekommen an der spätgotischen zweischiffigen Hallenkirche, die in dieser Bauform einmalig im Eifelraum und nur mit wenigen Kirchen in ganz Deutschland vergleichbar ist, besteht die Möglichkeit für eine religiöse Pause. Sie wurde gebaut von 1492 bis 1560 und ist dem Heiligen Nikolaus geweiht.

Der Weg führt uns nun die Treppen hinauf vorbei am Pfarrhaus, dem ehemaligen Lehnshaus der Burg, mit einem gut erhaltenen Eckturm als Teil der früheren Stadtmauer. Das Haus ist um 1624 entstanden und diente als Sitz der herrschaftlichen Beamten und Zender. Nun gehen wir die Burgstraße hinauf. Hinter der nächsten Kurve biegen wir links ab. Hier erwartet uns die Burganlage Neuerburg. Sie ist die größte noch erhaltene Burganlage des Kreises Bitburg-Prüm, erbaut im 12. und 13. Jahrhundert. Seit 1930 nutzt sie der Jugendbund "Neudeutschland" als Jugendherberge mit 88 Betten. Spätestens hier sollten Sie eine Pause einlegen und den schönen Blick über das Enztal geniesen. Die Besichtigung der Räumlichkeiten der Jugendburg ist für Gruppen nach Voranmeldung möglich (06564/2187). Der Innenhof und die Burgkapelle können jederzeit besichtigt werden.

Etwas weiter oberhalb der Burg müssen wir links in den Hauptwanderweg Nr. 3 einbiegen, der uns direkt zur Wallfahrtstätte "Schwarzbildchen" führt. Das Schwarzbildchen, die 46 cm große Madonna - Nachbildung der Altöttinger Madonna aus dem 17. Jhd. - steht in einer 700-jährigen Eiche und wurde gestiftet von Kuno von Falkenstein, dem Burgherren der nahegelegenen Burg Falkenstein. Alter und Kerzenrauch haben das Standbild der Madonna dunkelbraun, fast schwarz gefärbt (daher der Name "Schwarzbildchen"). Die Stationsbilder der Sieben Schmerzen Mariens, geschaffen von Bildhauer J. Hess im 19. Jhd., führen zu dieser idyllischen Stätte.

Vom Schwarzbildchen wandern wir wieder hinab Richtung Städtchen. An der Burg vorbei biegen wir in der Kurve links in den Waldweg 24, den Mühlenwald, ein. Nach einem Stück des Weges treffen wir auf den Hexentanzplatz (früherer Platz als Versammlungsort der vermeintlichen Hexen des 17. Jahrhunderts). Allein im Neuerburger Land wurden 57 Menschen der Hexerei bezichtigt und vom Neuerburger Hochgericht verurteilt - viele zum Tode.

Unser Weg führt uns jetzt rechts abwärts Richtung Stadtpark mit einer 15 m-Kinderrutsche, einem Weiher, Kinderspielplatz, den beiden Wasserfällen und zahlreichen Sitzgelegenheiten, die hier in idyllischer Umgebung zu einer entspannenden Pause einladen.

Ausgeruht setzen wir unsere historische Wanderung nun fort. In Richtung der Enz-Wasserfälle treffen wir nach einem kurzen aber steilen Anstieg auf die Mühlenstraße. Hier gehen wir gleich nach dem Anstieg links hinauf zum Kriegerdenkmal, dem Ehrenmal für die Gefallenen und Toten des 1. und 2. Weltkrieges.

Nach dem Überqueren der "neuen Mühlenbrücke" sehen wir vor dem Felsen den Johannisplatz und die Bronzestatue des Hl. Johannes d. Täufers.

Unsere Wegstrecke führt uns dann nach links entlang der Hauptstraße weiter, vorbei am Ehrenfriedhof, auf dem fast 1000 Gefallene des Zweiten Weltkrieges ihre letzte Ruhe fanden.

Am Hotel "Zur Stadt Neuerburg" biegen wir rechts ab in die Lindenstraße zum Eligiusbrunnen. Der Eligiusbrunnen wurde von der Stadt 1961 errichtet. Der Heilige Eligius war Bischof von Noyen/Frankreich. Er ist der Schutzpatron der Handwerker, die damalige "Zunft des Hammers und der Haue", da Eligius selbst von Beruf Goldschmied war, bevor er zum Bischof berufen wurde.

Unweit des Eligiusbrunnens finden wir die Eligiuskapelle - die ehemalige Hospitalkirche. Sie wurde in Anlehnung an ein einstmals dort vorhandenes Hospital im Jahre 1437 erbaut. Das Kirchenschiff wurde 1886 durch einen Brand zerstört. Alte Grabdenkmäler befinden sich in der früheren Friedhofsanlage hinter und unterhalb der Kirche. Heute ist dies eine parkähnliche Anlage, aus der man einen herrlichen Blick auf die Pfarrkirche, die Burganlage mit Burgberg und den Stadtpark genießen kann.

Nun gehen wir einige Meter zurück und die Scheuerner Straße hinauf. Nach einem kurzen Stück biegen wir rechts ab in den "Hohm" (Koblenzer Pfad, Stadtmauer, Fort Wilhelm). Alsdann folgen wir nach etwa 50 m dem links abbiegenden steilen Felsenweg Nr. 24 hinauf zur Kanzel. Oben treffen wir auf den Weg Nr. 13 und folgen diesem nach rechts, um zur Kanzel zu gelangen, einem Aussichtsplateau am Berghang nordöstlich von Neuerburg (420 m NN). Hier können wir die totale Aussicht über die Stadt, auf den Burgberg und über die Felder und Berghöhen hinab zum Enzbach genießen.

Wir verlassen die Kanzel nach rechts und spazieren über die Wanderwege 13 und 12 weiter. Nach etwa 20 Minuten stoßen wir auf ein besonderes Kleinod, die barocke Kreuzkapelle mit den in Sandstein geschlagenen Kreuzwegstationen. Die Kreuzkapelle, die barocke Schönheit, wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Schon 1619 stand an dieser Stelle ein kleines Bethaus mit einem Steinkreuz. Der Chorraum der Kapelle wurde 1707 errichtet. 1715 wurde die Sakristei und erst 1720 das Kirchenschiff angebaut.

Der Pfad entlang des Kreuzwegs führt uns hinab zur Kreuzbergstraße. Die Kreuzbergstraße hinabgewandert, stoßen wir auf das "Stadthaus". Es wurde vor 1897 erbaut. Nach der Teilzerstörung im 2. Weltkrieg wurde es in der heutigen Form geschaffen und in den 60er und 90er Jahren renoviert. Heute befindet sich hier u. a. das Büro der Stadtbürgermeisterin.

Der Weg führt nun nach links durch die Gerberstraße. An der Kreuzung überqueren wir die Weberstraße (L4) und finden auf einem Gedenkstein die Tafel zur Erinnerung an den berühmten Neuerburger Komponisten Johann Anton Zinnen. J. A. Zinnen (*1827 +1898). Er wurde als Komponist der luxemburgischen Nationalhymne bekannt. 1833 zog seine Familie nach Luxemburg, um dort musikalisch zu wirken.

Von hier gehen wir weiter durch die Weberstraße Richtung Stadtmitte. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab in die Herrenstraße. Wieder am Stadthaus vorbei biegen wir links ab in die Beilsbachstraße. Hinter dem Haus Nr. 9 wandern wir links die Treppe hinauf zum 15 m hohen Beilstrum. Dieser wurde im 16. Jahrhundert als Vorwerk der Stadtbefestigung erbaut und diente später bis Ausgang des 18. Jahrhunderts als Wohnung für den Feuerwächter der Stadt.

Nun steigen wir rechts des Turmes die Treppen zur Heidbachstraße hinab. Unten angekommen überqueren wir die Heidbachstraße. Hier finden wir an der Brückenmauer unter den Kastanienbäumen die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk, die 1740 aufgestellt wurde.

Auf dem Marktplatz, der mit vielen Fachgeschäften und Gastronomiebetrieben zum Bummeln, Essen oder Trinken einlädt, endet unsere Wanderung..

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